Aufzuchtrinder

Wir ziehen unsere eigenen Rinder auf.

Wir haben ca. 30 Aufzuchtrinder in dem angebauten Stall. Es sind 4 Gruppen, die nach Alter und Grösse unterteilt sind. 
Wir geben jedem Kalb, das bei uns auf die Welt kommt, einen Namen. Wir wechseln jedes Jahr den Anfangsbuchstaben dem Alphabet nach. Im 2018 waren wir zum Beispiel bei dem Buchstaben M, dieses Jahr bei O. Diese Methode ist sehr praktisch, da man so nicht lange überlegen muss, wie alt ein Tier ist, weil man es an dem Anfangsbuchstaben seines Namen erkennen kann. 

Fütterung

Den ersten Lebenstag verbringen alle Kälber mit der Mutter in einer separaten Abkalbebox. Nachher kommen sie in eine Kälberbox zwischen den Liegeboxen der Kühe, sodass die Mutter und alle Tanten Zugang zu dem neuen Familienmitglied haben. 
Wenn das Kalb fit und gesund ist darf es zu den grösseren Kalbern an den Tränkeautomaten (siehe Bild). Die ersten 2-3 Wochen sind sehr wichtig für das Wachstum und das Immunsystem, darum bekommt das Kalb in dieser Zeit bis zu 15 Liter Milch im Tag. Die Mehrheit der Kälber trinken nicht die ganze Menge und sind vorher satt. 
Die männlichen Tiere kommen mit 75kg zu einem Betrieb nach Trasadingen, die weiblichen Tiere bleiben bei uns, und werden mit 3 Monaten von der Milch entwöhnt.

Im Rinderstall  bekommen sie Mais, Grassilage, Heu und Kalberflocken. Mit ca. 15 Monaten oder 450kg besamen wir die Rinder. Wenn sie sicher trächtig sind, dürfen sie in die Milchkuh-Herde und werden dort an der Melkroboter gewöhnt bis sie kalben.

Speziell für uns ist, dass jedes Jahr vier Rinder, die dann 4 Monate alt sind, in die Berge dürfen. 
2 Jahre bleiben sie dort und kommen im Frühjahr wieder hochtragend zurück. 
Dieser Betrieb ist in Habkern BE und wird von Verwandten bewirtschaftet. 
Familie Blatter schaut unseren Tieren sehr gut und haben eine gute Beziehung zu ihnen. 
Im Sommer sind die Rinder auf der Alp und haben da Fläche zum grasen. Die Tiere, die auf der Alp waren, sind robuster und langlebiger als jene, die wir Zuhause grossziehen. Wir sind sehr glücklich, dass wir die Chance haben, unsere Rinder in die Berge in so gute Hände zu geben. Es ist immer ein Event, wenn die Tiere zurück kommen.